Die Eigenbluttherapie gehört zu den Reiz- und Regulationstherapien. Diesen liegt das Denkmodell eines ganzheitlichen vernetzten Organismus zugrunde. Krankheit bedeutet in diesem Modell eine Fehlfunktion des Organismus, die er selbst nicht mehr regulieren kann. Hinter den Verfahren der Regulationstherapie (zu denen auch die Akupunktur, die Neuraltherapie und die Homöopathie gehören) steckt folgendes Prinzip: Ein Reiz wird gesetzt, auf den der kranke Organismus mit der Aktivierung seiner Selbstheilungskräfte reagiert - also wie eine Hilfe zur Selbsthilfe.
Voraussetzung für dieses Heilungsprinzip ist, dass der Körper noch zu einer Antwort auf diesen Reiz fähig ist.
Das Prinzip der Eigenbluttherapie, körpereigenes Blut durch Fremdkörperreiz
als Injektion wieder in den Organismus zu bringen und damit die Selbstheilungs-
und Abwehrkräfte anzuregen, ist nicht neu.
Schon im alten China wurden durch Kneifmassagen oder durch kleine Nadelstiche
Blutergüsse erzeugt, um bei akuten fieberhaften Infekten, chronischen
Entzündungen und Hautkrankheiten eine Heilwirkung anzufachen.