Akupunktur

Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Lateinischen

acus für Nadel und pungere für Stechen.

Erste Hinweise auf Akupunktur sind um 3500 vor Chr. In China datiert. Sie ist ein Bestandteil der umfang-reichen Traditionellen Chinesischen Medizin.

Es gibt 361 klassische Akupunkturpunkte, die miteinander verbunden ein Energienetzwerk bilden. Eine Krankheit geht danach auf eine Störung des Energieflusses zurück. Mit dem Einstechen sehr dünner Nadeln in die entsprechenden Punkte soll die Störung behoben werden. Akupunktur wird häufig bei Migräne oder Allergien angewendet.

Wirkung

Die Akupunktur – und vor allem die Ohrakupunktur – bedient sich der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns.

Alle Reize, die durch die Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den angesprochenen Körperteilen.

Gerade die Ohrakupunktur ist aufgrund der engen Verbindung zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns besonders effektiv.

Akupunktur wirkt vor allem bei gestörter Organfunktion heilend. Handelt es sich aber bereits um die fortgeschrittene Zerstörung von Strukturen, kann auch mit Akupunktur nur noch eine Linderung der Beschwerden bzw. Schmerzen erreicht werden. Von qualifizierten Ärzten angewendet, ist die Akupunktur eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Idealerweise ergänzt sich Akupunktur und Schulmedizin in Diagnostik und Therapie.

In jedem Fall muss mit einer gründlichen Aufnahme der Krankengeschichte und einer klinischen Diagnostik durch den Arzt die Indikation zur Akupunktur individuell gestellt werden.

Eine rasche Entspannung bis hin zu einer „schwebenden Leichtigkeit“ stellt sich als Sofortwirkung oft unmittelbar ein. Manche Patienten empfinden nach der Behandlung sofort Erleichterung ihrer Beschwerden, bei anderen dauert es bis zu spürbaren Reaktionen etwas länger.

Üblicherweise benötigt man mindestens vier bis fünf Sitzungen im Wochenrhythmus, bevor eine beständige Wirkung eintritt, meist sind insgesamt circa 10 bis 12 Sitzungen notwendig.

Reizleitung blockiert

Die Wirkung der Akupunktur bei Schmerzen lässt sich so erklären: Wenn die Nervenzellen, die den Schulterschmerz leitet im selben Rückenmarkssegment endet wie die durch Akupunktur gereizte Nervenzelle, wird der Schulterschmerz gehemmt. Der Nadelreiz bedeutet aber auch Stress; im Gehirn werden Beta-Endorphine freigesetzt, die den Schmerz lindern und die Reizweiterleitung im Rückenmark blockieren.

Blutdruck senken

Elektro-Akupunktur, moderne Variante der Heilkunst, hilft gegen Bluthochdruck, so eine Studie an der University of California. Studienleiter J. Longhurst hält Akupunktur für eine „hervorragende Therapieergänzung bei kardiologischen Patienten.“


Akupunktur wird in unserer Praxis begleitend auch zur Fastenkuren oder zur Raucherentwöhnung angeboten.